Mit Gründung eines Naturhistorischen
Museums für das Land Lippe im März 1835 durch Lippische
Bürger mit Weitblick und Weltoffenheit entstand in Detmold
der Grundstock des ältesten Naturkundemuseums Nordrhein-Westfalens.
Die Sammlung verfügt aufgrund ihres
Alters und ihrer globalen Ausrichtung über einen Fundus, der
nach dem des Museums Alexander König in Bonn für Nordrhein-Westfalen
konkurrenzlos ist:
zahlreiche Präparate längst ausgestorbener oder stark
gefährdeter, somit heute nicht mehr zu beschaffender Tierarten
(die auch in unseren zoologischen Gärten kaum mehr zu sehen
sind) geben Einblick in die Mannigfaltigkeit der belebten, aber
auch bedrohten Natur.
Allein die Sammlung der Vogelpräparate
umfasst 1.800 Individuen aus über 1.600 Arten. Hierunter
die ausgestorbene nordamerikanische Wandertaube oder die vom Aussterben
bedrohten Arten Eulenpapagei (Neuseeland), Pitcairn-Kormoran
(Polynesien) oder Juan-Fernadez-Kolibri (Südamerika).